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Digitale Kollektive. Bildungstheoretische Analysen für eine Kultur der Digitalität

Das Habilitationsprojekt fragt nach der Neuformulierung einer Theorie der Bildung unter den Bedingungen einer Kultur der Digitalität. Im Fokus steht der Begriff des Zwischens als Raum des Unentschiedenen, der in binär-algorithmischen Strukturen schwindet — und mit ihm die Grundlage eines kritisch-reflexiven Verhältnisses zu sich, zu Anderen und zur Welt.

Ausgangspunkt der Habilitation ist die Frage nach der Neuformulierung einer Theorie der Bildung unter den Bedingungen einer Kultur der Digitalität und den Möglichkeiten von Mündigkeit in binär-algorithmischen Strukturen. Dafür steht der Begriff des Zwischens, verstanden als ein Raum des Unentschiedenen, im Fokus. In binär-algorithmischen Strukturen, die von Eindeutigkeit und Einordnung getragen sind, schwinden Räume des Unentschiedenen, der Vagheit, der Aushandlung, der Virtualität, die auf Kontingenz verweisen. Diese sind elementar für ein kritisch-reflexives Verhältnis des Menschen zu sich, zu Anderen und zur Welt, das die Grundlage von Theorien der Bildung darstellt und in der Habilitation unter anderem mit dem Begriff der Störung verbunden wird.

Im Mittelpunkt des Forschungsdesigns steht ein Bildungsbegriff, der anschlussfähig ist für anstehende Forschungsfragen in Kulturen des Digitalen. Um diesen entwickeln zu können, werden klassische Modelle und Vorstellungen des Bildungsdiskurses aufgegriffen und unter den neuen kulturellen Veränderungen diskutiert, weiterentwickelt und in einem abschließenden Abschnitt ein Begriff von Bildung vor dem Hintergrund von Kollektiven entwickelt.